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Wärmedurchgang Emotherm gegen klassischen Aufbau
Wärmedurchgang EMOTherm Holzweichfaserplatte
EMOtherm Holzweichfaserplatte und Tonputz tritt im Dämmtest gegen Steinwolle und Gipskartonplatte an. Sie werden Augen machen!
Wärmedurchgang durch unterschiedliche Bauteile
Versuchsanordnung:
In einem Wärmestrahlungssimulator wurden 2 unterschiedliche Innenausbausysteme thermisch beansprucht und ihr Wärmedurchgang dokumentiert.
Muster 1(KR): Holzweichfaserplatte 38 mm beschichtet mit 10mm EMOTON Spezial Tonputz
Muster 2 (Standard): 4 cm Mineralwolle und darauf 10 mm Gipsfaserplatte
Beide Muster wurden zur Egalisierung der Absorption mit gelbem Tonpapier bedeckt.
Die Meßfühler wurden unter den Musterstücken auf Mineralwolle eingebettet, sodaß die Wärmeverluste nach außen für beide Probekörper als gleich anzunehmen sind.
Versuchsablauf:
Der Versuch ist auf 3 Stunden Aufheizzeit angelegt und setzt eine Abkühldauer von 1,5 h daranZeitPhase KR Wand Standardausbau
10:10Aufheiz 17°C18°C
10:50Aufheiz 21°C30°C
11:30Aufheiz 27°C39°C
11:55Aufheiz 29°C41°C
12:30Aufheiz 32°C43°C
13:10Aufheiz 33°C46°C
14:10Auskühl 28°C30°C
14:35Auskühl 25°C27°C
Emoton Holzweichfaserplatte versus Standard [85 KB]
Emoton - Kühlleistungsersparnis mit EMOTON - Klimaregulator [32 KB]
Ergebnis:
Die Hitzedämpfende Wirkung der Klimaregulatorwand ist offensichtlich. Die relativ starke Auskühlung des Probekörpers 2 erklärt sich zum einen aus dem höheren Temperaturunterschied (Δ T) zum anderen aus der geringeren Wärmespeicherkapazität. Es kann also auch davon ausgegangen werden, dass an sonnigen Tagen der Heizperiode die Sonnenwärme gespeichert und dadurch der Zeitpunkt des Eintritts eines „Wärmebedarfs„ verzögert wird.
Ersparnis an Kühlbedarf durch Verwendung von Klimaregulatordach/wand am Beispiel eines kleinen Fertighauses
Als Berechnungsobjekt dient ein Fertighaus mit einer Bruttogeschoßfläche von 80m2; und daraus resultierend einer Wohnfläche von 130 m2;. Der Standarddachaufbau dieses Objekts beinhaltet eine Zwischensparrendämmung mit Mineralwolle (16 cm) aufgedoppelt mit 8 cm des gleichen Materials. Im Wandbereich ist ebenfalls eine Zwischensparrendämmung (16 cm) vorhanden welche mit 8 cm Installationsebene aufgedoppelt ist.
Als Alternativaufbau dazu dient eine Version des Klimaregulatorsystems. Dabei wird die Dampfbremsebene durch eine fugenverklebte OSB- Platte verwirklicht. Darauf folgt eine EMO 79 mm Platte welche noch mit 8 mm Spezial- Toneinlagenputz verputzt wird.
Als Dachziegel- Maximaltemperatur werden 70°C angenommen. Die ermittelte Bestrahlungsfläche des Daches beträgt 100 m2;.Die dazugehörige Strahlungsleistung beträgt 700 W/m2;.
Weiters werden 70 m2; Wandfläche in die Kalkulation miteinbezogen werden, jedoch aufgrund der Lage in der Vertikalen mit einer abgeminderten Strahlungsleistung von 500W/ m2;.
Als Strahlungszeitraum werden 12 h zur Sommersonnenwende angenommen (ca. 16 h Tag)- dadurch werden die Strahlungsschwächeren Zeiten morgens und abends ausgeklammert.
.....................................................Dach ................Wand
Bestrahlte Fläche .....................100m2; .............70 m2;
Sonneneinstrahlung .................700W/m2; ........500 W/m2;
Einstrahlung/Tag (12h) ............8400Wh/m2; ......6000 Wh/m2;
Gesamt Einstrahlung/Tag .........840000Wh ........420000 Wh
........................................................................Dach ......................Wand
Erwärmung innen (Standard 6,05%) ..........50820Wh .................25410Wh .........76230 Wh Temp-spitze 22 Uhr
Erwärmung innen (Klimaregulator 1,79%) 15036Wh ..................7518Wh ..........22554 Wh Temp-spitze 1 Uhr
Das bedeutet für die Standardkonstruktion einen täglichen Anstieg der Maximaltemperatur um ca. 4,2°C, wogegen der Temperaturanstieg bei der Klimaregulatorkonstruktion nur 1,25°C beträgt. Zudem ist die Temperaturspitze beim Klimaregulatorsystem nochmals ca. 3h später zu erwarten (1 Uhr morgens)- kann also leicht weggelüftet werden.
Beim Standardaufbau wird ein komplettes Weglüften der Erwärmung nicht möglich sein. Es kommt also bei mehreren Tagen in Folge zu einem fortwährenden Anstieg der Temperatur. Für gleich bleibende Temperaturen ist beim Standardsystem eine Klimaanlage nötig.
Ein Ausgleich der Differenz (53,676kWh) mittels Klimagerät kostet ca. 10 € Stromkosten/ Tag (€ 0,18 /kWh). Bei 4 Monaten Kühlbedarf sind dies € 1220,- jährlich.
Harald Weihtrager
Baubiologe IBN
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