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Teure Klimasünden!

Nachhaltig bauen zu fördern ist eine Notwendigkeit

Der renommierte Experte des Wirtschaftsforschungsinstituts Stefan Schleicher war einer der ersten der bereits vor einigen Jahren gewarnt hat, dass Österreich die gesteckten Klimaschutzziele nicht erreichen wird. damals wurde er belächelt und von der Politik gescholten. Wie auch von Österreich unterschriebenen Ziele des Kyoto Protokolls können bis zum Auslauf nächsten Jahres nicht erfüllt werden und für eine Kurskorrektur ist es nun viel zu spät.
Laut Kyoto Protokoll hat sich unser Land verpflichtet, CO2 Emissionen 2012 und 13 % gegenüber dem Wert von 1990 zu reduzieren. Alle löblichen Ambitionen Treibhausgase zu verringernsind somit gescheitert. 68, 8 Millionen Tonnen dieses giftigen Treibhausgases dürften durchschnittlich emittiert werden. Mit über 80 Millionen Tonnen (2009/Umweltbundesamt) schießt Österreich weit über das Ziel hinaus.

Der Verkehr ist unbestritten einer der größten Klimasünder. Seit 1990 sind die Treibhausgase aus dem Sektorverkehr und 60,8 % gestiegen. Viele dieser Fahrten wären vermeidbar, da 25 % aller Autofahrten eine Strecke unter 2 km betreffen. Anders der Anteil an Windenergie, der seit Jahren so gut wie nicht gestiegen ist.
Emissionszertifikate zur Verbesserung der Klimabilanz kosten Hunderte Millionen Euro in anderen EU-Ländern scheint mir für den Umweltschutz mehr getan zu werden. Österreich ist das einzige Land der EU 15 (Zeitpunkt der Unterzeichnung Mitglied der Europäischen Union) dass dieses Ziel nicht erreicht.

Hat die Bundesregierung durch jahrelanges Zögern, Zaudern und Hörigkeit gegenüber den Energiekonzernen dies zu verantworten? Gerhard Heil der Präsident des Dachverbandes verlangt sofortiges Handeln und fordert ein sieben Punkte Sofortprogramm. Wichtige Punkte dabei sind Ökostromgesetz, Gebäudesanierung sowie Elektromobilität.

Abgesehen von den katastrophalen Folgen für die Umwelt kommt uns ein verpassen der Kyotoziele sehr teuer. Schon jetzt hat die Regierung e 531 Millionen für den Kauf von Emissionszertifikaten verplant. Diese gewaltige Summe hilft allerdings nur die Bilanz etwas auf zufrischen. Denn dies entspricht 45 Millionen t CO2 und damit ist es aber wohl noch lange nicht getan, denn es klafft so WIFO Experte Schleicher eine Lücke von 35 Millionen t Kohlenstoffdioxid. dies bedeutet gewaltige Strafzahlungen. Insgesamt geht es um die beachtliche Summe von knapp 1 Milliarde Euro, die wir als "Deppensteuer" bezahlen müssen, dar wir nicht rechtzeitig ausreichende Maßnahmen zur Verringerung gesetzt haben.

Österreichs Umweltminister Nikolaus Berlakovich scheint diese Prognose nicht sonderlich zu beunruhigen. Zitat: "Abgepfiffen wird am Anschluss also Ende 2012" Aber mal ganz ehrlich, wie oft habe auch ich bei Kunden gehört: "ich nehme das billigere Styropor oder die Rigipsplatte". Somit werden nicht nachhaltige Stoffe, einer etwas teureren umweltschonenden Variante vorgezogen. Ist uns das Wort Globalisierung nur in der Arbeitswelt durchgedrungen oder sind uns solch weitreichende Zusammenhänge nicht klar, oder haben wir aus reinem Egoismus vergessen, daß die Zeche in Form unseres Steueraufkommens erst Recht von uns und somit auch jedem Häuselbauer berappt werden muss.
Mal ein paar Rechenbeispiele. 1Milliarde Euro könnte zB. wie folgt ausgegeben werden: 25.000 Häuselbauer bekommen 40.000€ zum NACHHALTIG sanieren oder 62500 Haushalte können eine durchschnittlich 16000€ teure Erdwärmeheizung bekommen und somit (bis auf den Strom für die Pumpen) für immer emissionsfrei heizen.

Was getan werden muss, ist Wirtschaftsforscher Schleicher klar: "Gebäude sanieren um danach 3 Viertel weniger Energie zu verbrauchen". Wird das reichen Österreich mit Styropor und dessen Derrivaten zuzukleben oder fehlt dabei bereits abermals der Weitblick bezüglich Entsorgung und deren Kosten? An thermischen Sanierungen führt kein Weg vorbei und auch der Standard neuer Häuser muss hinsichtlich Dämmung ein besserer werden. Die Differenz zu den teureren natürlichen Dämmstoffen könnte jedoch auch bei den Förderkriterien berücksichtigt werden, den wenn einmal die Entsorgung zum Thema wird, werden unglaubliche Summen auf unsere Nachkommen zukommen und es wird abermals viel Energie und vor allem Geld notwendig sein, die nicht natürlichen geklebten Fassadendämmungen loszuwerden.

Der Ankauf von Emissionzertifikaten (Strafe für nicht rechtzeitiges umweltbewusstes Handeln) wird auch immer teurer werden und wer meint mit dieser Milliarde sei es getan, der irrt gewaltig. Welche Auswirkungen haben deine Entscheidungen auf die Umwelt? Denk darüber nach. Dein Konsumverhalten. Wie du zur Arbeit kommst. All das zählt. Besonders, wenn du ein Unternehmen bist. Wir versuchen, in all unserem Tun umweltverträglich zu handeln. Von der Forschung und Produktion bis zum Versand und der Wiederverwertung.

 

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