EMOTON ZEP Ziegeleinlagenputz

VERARBEITUNGSRICHTLINIEN

 

Putzgrundvorbereitung:

Ein einlagiges Verputzen mit EMOTON ZEP Ton- Einlagenputz (bis max. 3 cm Putzstärke) stellt erhöhte Erfordernisse an den Putzgrund. Um Rissen vorzubeugen, ist an den Außenmauern (thermische Spannungen) eine vollflächige Armierung einzuarbeiten. Eine ausreichende Ebenflächigkeit und Gleichmäßigkeit des Ziegelmauerwerks muss vorausgesetzt werden.
Daher sind folgende Vorbereitungsarbeiten unerlässlich.
.• Stoß- und Lagerfugen dürfen nicht zu stark eingezogen sein (max. 5 mm) und sind vor dem Putzen abzugleichen.

.• Installationsschlitze sind spätestens 3 Tage vor dem Verputzen auszuwerfen, bei Schlitzbreiten über 10 cm ist eine Putzarmierung mit beidseitiger Überlappung von 20 cm vorzusehen.

.• Das Ausgleichen von Unebenheiten des Ziegelmauerwerks ist ab einer Abweichung von mehr als 15 mm vom Lot mit Hilfe einer zweiten Putzschicht machbar. Da die doppelte Putzdicke die vierfache Austrocknungszeit benötigt ist dies im Bauzeitplan zu berücksichtigen.

.• Bei statisch notwendigen Betonteilen wie Stützen, Unterzüge, Deckenrosten usw. ist das Aufbringen eines geeigneten Haftvermittlers notwendig. Dies ist idealerweise mittels Zahnspachtel aufgebrachter Klebemörtel, auch ein Vorspritz mittels Zementmörtel ist möglich.

.• Bei Fenster- und Türleibungen sowie Stürzen mit einer Putzstärke von mehr als 3 cm ist das Anbringen einer Holzweichfaser- Putzträgerplatte mittels Klebeabsorber und Kunststoffdübel erforderlich. (Thermische Entkopplung der Fensterlaibungen).Eine weitere Möglichkeit ist das Aufbringen einer 2. Putzschicht mit EMOTON ZEP Einlagenputz. ACHTUNG: Doppelte Putzdicke = vierfache Austrocknungszeit!

.• Vor dem verputzen ist der Untergrund durch abkehren oder saugen zu entstauben.

Diese Vorgaben orientieren sich an den Verarbeitungsrichtlinien für Werkputzmörtel der ÖAP. Genauere Daten zur Putzgrundvorbereitung sind diesen Richtlinien zu entnehmen.

 

Verputzen -EMOTON ZEP Ton-Einlagenputz

Der EMOTON ZEP Ton- Einlagenputz wird maschinell ca. 10- 15mm aufgetragen mit der Kartätsche eingeebnet und an den Außenwänden, auf unterschiedlichen Untergründen oder Wandheizungen das Textilglasgitter mit einem Glätthobel in den Putz eingedrückt sodass die Gitteroberfläche überall vom Putz bedeckt ist. Diese Schicht gleicht die Unebenheiten aus und wirkt wie ein Vorspritzer.
Ecken und Laibungen werden mit Aktiv-Textilglasgewebe 5 mm gespachtelt. In Fenster und Türlaibungen wird zusätzlich mit dem Aktiv-Textilglasgewebe 5 mm diagonal armiert. Bei Ecken werden handelsübliche Kantenschoner verwendet.
Nach ca. 2-3 Stunden (in dieser Zeit wird der Putz vom Untergrund angezogen und vorgetrocknet) werden erneut ca. 5 mm aufgetragen und mit einer Kartätsche abgezogen. Anschließend wird mit einer breiten Japanspachtel geschnitten.
An Stößen, Ecken, und Bauteilanschlüssen muss der Putz mittels Kellenschnitt bis zum Putzgrund getrennt werden. Nach dem Antrocknen des Putzes wird mittels sehr feinem Schwammbrett die Oberfläche verrieben. Mit zu feuchtem Putz ergibt sich schlechtere Druckfestigkeit und eine wellige Oberfläche.
Mauerecken oder Fenster sind als scharfe Kante auszubilden und nach Auftrocknung des Putzes abzukratzen und rund zu reiben. Soll eine scharfe Kante bleiben, so ist ein verzinkter Kantenschoner bündig mit dem Edelputz einzuputzen.

 

Anschlüsse

Beim Anschluss von Einlagenputz an Fenster oder Holzflächen wird Kunststoff- Klebeband auf den Fensterstock geklebt und nach Antrocknen des Putzes mit einem Tapezierermesser entlang der Putzflucht abgeschnitten. Das ergibt eine sehr feine Fuge am Fensterstock welche entweder als Schattenfuge bleiben oder bei mit Acrylfugenmasse geschlossen und mit Glättputz überarbeitet werden kann. Auch die Verwendung handelsüblicher Anputzleisten ist selbstverständlich möglich.

 

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